Jan 18

Der Preiskampf der überall tobt scheint sich auch nach und nach bei den Botnetzbetreibern bemerkbar zu machen. Spam und E-Müll waren ohnehin nicht besonders teuer. Aber nun scheint das Preisdumping auch dort angekommen zu sein. Somit werden immer mehr “Irre”, die sich bisher nicht mal die 350 € für 20 mio. Werbemails leisten konnten, uns für immer kleineres Geld mit Ihren Angeboten zumüllen wollen. Wahlen stehen vor der Tür, es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis die ersten politisch motivierten Spams durchs Netz rauschen

Weiterhin fällt auf, dass die technische Qualität der Spamwellen stak variiert und es zwei immer klarer zu erkennende Tendenzen gibt. Einige “alte Hasen” mit viel Know How scheinen dabei zu sein, die man ja fast durchlassen möchte, denn hier werden nur einfache kleine, lesbare Textmails verschickt. Teils sogar mit gültiger Mailadresse eines anonymen Mailproviders und mit dem Hinweis, dass man sich abmelden könne – was in einigen Fällen perfekt funktioniert. Und auf der anderen Seite scheint eine Horde Subjekte zu stehen, die wahrscheinlich nur auf die par Euro pro Millionen versendeter Mails erpicht ist. Diese versenden dann meist irgendwas, alles von der selben gefälschten Absenderadresse oder über ein sehr kleines, leicht zu erkennendes Botnetzwerk, was uns die Arbeit erleichtert diesen Wellen Herr zu werden.

Spam ist und bleibt eine Sauerei. Egal wer Ihn verbreitet. Ob die Soziales Netzwerke, wie StudiVZ, Xing, MiaPlaza, Facebook und wie sie sonst noch heißen, oder die üblichen Nostalgieradio-, Viagra- und Haarwuchsmittelverkäufer – die elektrische Heizstrahler nicht zu vergessen. Werbung muss gemacht werden ganz klar – wer nicht wirbt, der stirbt. Aber liebe Spammer und E-Müller, steckt mal eure Energie in die Entwicklung viraler Kampagnen, das wird ebenso zum Erfolg führen und vor allem Schadet es nicht dem eigenen Ruf.

In diesem Sinne; ich geh nochmal nach der E-Müllverbrennungsanlage (Servercluster) schauen, ob ausreichend Material da ist um den Ofen unter Hitze zu halten.

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